Use Case 08 · Umsatzlisten
Umsatzlisten aus Kontoauszügen auf Knopfdruck erstellen
Wenn die Bank keine CSV-Datei liefert, werden Kontoauszüge in der Kanzlei üblicherweise abgetippt. InsO Automation erzeugt aus den Auszügen mit einem Klick eine auswertbare Umsatzliste, bildet den Saldo und macht Unstimmigkeiten sichtbar — als Grundlage für die Prüfung von Anfechtungsansprüchen und für das Gutachten.
Das Problem heute
Ohne maschinenlesbare Kontodaten ist jede Auswertung Handarbeit. Und maschinenlesbare Daten sind in der Insolvenzverwaltung eher die Ausnahme: Was aus der Schuldnerakte kommt, sind Papierauszüge oder Scans, oft über mehrere Jahre und mehrere Konten. Der Aufwand, sie überhaupt in eine auswertbare Form zu bringen, steht dabei am Anfang jeder inhaltlichen Prüfung — und verzögert sie entsprechend.
- Kontoauszüge werden Position für Position abgetippt
- Der Saldo muss manuell gebildet und gegengerechnet werden
- Auffällige Zahlungsflüsse bleiben in Papierauszügen schwer auffindbar
Was InsO Automation übernimmt
Sie übergeben die Kontoauszüge, wie sie vorliegen. Aus ihnen entsteht eine strukturierte Umsatzliste, die sich filtern, sortieren und durchsuchen lässt — der Schritt, der bisher Tage gekostet hat, bevor die eigentliche Prüfung beginnen konnte.
- Auslesen der Kontoauszüge unabhängig vom Format der Bank
- Erzeugung einer strukturierten, auswertbaren Umsatzliste
- Saldobildung auf Knopfdruck
- Aufbereitung für die gezielte Suche nach Unstimmigkeiten und auffälligen Zahlungsflüssen
- Nutzbare Grundlage für die Prüfung von Anfechtungsansprüchen und für das Gutachten
Der Gewinn liegt weniger im gesparten Tippen als in dem, was danach möglich wird. Sobald die Umsätze strukturiert vorliegen, lassen sich wiederkehrende Zahlungen an denselben Empfänger, auffällige Beträge kurz vor Antragstellung oder Lücken im Saldo gezielt suchen — statt sie beim Durchblättern zu bemerken oder eben nicht zu bemerken. Für die Prüfung von Anfechtungsansprüchen ist das der Unterschied zwischen einer Stichprobe und einer vollständigen Durchsicht.
Anders als bei den übrigen Use Cases wird hier nichts in die Fachsoftware eingetragen. Am Ende steht eine Auswertung, mit der Sie weiterarbeiten — kein Datensatz, der später korrigiert werden müsste, sondern eine Grundlage für die inhaltliche Prüfung. Was daraus folgt, entscheiden Sie.
Das ist auch der Grund, warum sich der Aufwand gerade in umfangreichen Verfahren rechnet. Bei mehreren Konten über mehrere Jahre ist das Abtippen nicht nur langwierig, es steht auch am falschen Ende: Die Zeit geht für das Herstellen der Datengrundlage drauf, nicht für ihre Auswertung. Genau diesen Vorlauf nimmt die Automatisierung heraus — die Analyse beginnt am ersten Tag statt in der zweiten Woche.
So läuft es ab
- Übergabe der KontoauszügeDie Auszüge werden eingespielt, wie sie vorliegen — unabhängig vom Format der Bank und ohne CSV-Datei.
- Extraktion aller UmsätzeJede Position wird ausgelesen und in eine einheitliche Struktur überführt.
- Saldobildung und PlausibilitätsprüfungDer Saldo wird gebildet, Unstimmigkeiten und Lücken werden sichtbar gemacht.
- Auswertbare Liste zur weiteren AnalyseSie erhalten eine strukturierte Umsatzliste als Grundlage für die Prüfung von Anfechtungsansprüchen und für das Gutachten.
Kontrolle bleibt bei Ihnen
Die Umsatzliste ist eine Arbeitsgrundlage, keine Bewertung. Sie macht sichtbar, welche Zahlungen geflossen sind — ob daraus ein Anfechtungsanspruch folgt, beurteilen Sie. Die Automatisierung schlägt keine anfechtbaren Vorgänge vor und trifft keine rechtliche Einordnung.
Damit die Liste als Grundlage taugt, muss sie nachprüfbar sein: Die Saldobildung ist nachrechenbar, und die Auszüge selbst liegen weiterhin daneben, sodass jede Position gegen den Beleg gehalten werden kann. Auffälligkeiten und Unstimmigkeiten werden dabei ausgewiesen und nicht stillschweigend geglättet — eine geratene Zahl wäre in einem Gutachten das größere Problem als eine offene Lücke.
Häufige Fragen zu Umsatzlisten
Brauchen wir eine CSV-Datei der Bank für die Umsatzliste?
Nein — genau das ist der Punkt. Liefert die Bank keine CSV-Datei, werden Kontoauszüge in der Kanzlei sonst abgetippt. Die Auszüge werden unabhängig vom Format der Bank ausgelesen, sodass auch Papierauszüge und Scans aus der Schuldnerakte verwertbar sind. Vorsortieren oder vereinheitlichen müssen Sie sie nicht.
Wie unterstützt die Umsatzliste die Prüfung von Anfechtungsansprüchen?
Sobald die Umsätze strukturiert vorliegen, lässt sich gezielt suchen statt blättern: wiederkehrende Zahlungen an denselben Empfänger, auffällige Beträge in einem bestimmten Zeitraum, Lücken im Saldo. Für die Anfechtungsprüfung ist das der Unterschied zwischen Stichprobe und vollständiger Durchsicht. Die rechtliche Bewertung, ob ein Anspruch besteht, nimmt die Software nicht vor.
In welchem Format erhalten wir die fertige Umsatzliste?
Sie erhalten eine strukturierte, auswertbare Liste — also nicht ein weiteres Dokument zum Durchsehen, sondern Daten, die sich filtern, sortieren und durchsuchen lassen. Der gebildete Saldo ist dabei nachrechenbar. Welche Ausgabeform sich für Ihre Weiterverarbeitung am besten eignet, stimmen wir in der Prozessanalyse ab.